Infinus AG

Die Infinus wurde 2002 in Dresden gegründet. Sie besteht aus dem Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut sowie der „Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner“. Das Finanzdienstleistungsinstitut unterfällt § 32 des Kreditwesengesetzes und betreut ca. 830 Partner. Die „Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner“ ist ein Dachpool mit einem Stammkapital von 25 Millionen Euro mit ca. 2.300 Geschäftspartnern. 

In den letzten Jahre wurde durch Orderschuldverschreibungen erhebliches Kapital von Verbrauchern eingesammelt. Bei den Orderschuldverschreibungen handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, die auch die Möglichkeit eines Totalverlustes einschließt. Die Orderschuldverschreibungen bieten Anlegern Zinsen von 5 bis 8 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Tagen bis zu 10 Jahren. Bisher konnten allen Anlegern pünktlich ihre Zinsen ausgezahlt werden. Per Juni 2013 sollen so 1,8 Milliarden Euro gezeichnet worden sein. Im Gegenzug sind 1,1 Milliarden Euro auch wieder zurückgezahlt worden.


Das LKA ermittelt jetzt bezüglich dieser Orderschuld- verschreibungen, da die Vermögensverhältnisse in den Verkaufsprospekten nicht richtig ausgewiesen worden sein sollen. Betroffen sind 25.000 Anleger mit einem Anlagevolumen von 400 Millionen Euro. Ab dem 05.11.2013 waren ca. 400 Beamte im Einsatz, um an verschiedenen Orten in Deutschland die Geschäftsräume einer Reihe von Unternehmen sowie die Privaträume der bislang acht Beschuldigten zu durchsuchen. Mindestens sechs der Beschuldigten sind aufgrund von Haftbefehlen inhaftiert worden. Die Staatsanwaltschaft hat die Konten eingefroren. Die Anleger erhalten weder Zinszahlungen, noch auf dem vertraglich vereinbarten Weg ihr Geld zurück. 

Nach Bekanntwerden der Ermittlungen hat die Future Business KG aA (Fubus) Insolvenzantrag beim Amtsgericht Dresden gestellt. An diese Gesellschaft wurden sämtliche Gewinne der Infinus Gruppe abgeführt. Zum Insolvenzverwalter wurde der namhafte Dresdner Rechtsanwalt Bruno Kübler bestellt. Dieser rät auf seiner homepage den Anlegern: “Bruno Kübler beruhigt die betroffenen Anleger dahingehend, dass ein sogenanntes „Windhundrennen“ zur Sicherung der Ansprüche nicht stattfinden wird. Die Konten aller Firmen der Infinus-Gruppe sind seit der Razzia am Dienstag letzter Woche eingefroren. Bei dem bundesweiten Einsatz wurden auch 6 Gesellschafter und Geschäftsführer der Infinus-Gruppe inhaftiert.  

So sei es zur Zeit unwahrscheinlich, dass Vermögenswerte bei der Infinus-Gruppe verschwinden können. 

Für den Anleger gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Was bei dem Insolvenzverfahren herauskommt, ist derzeitig völlig offen. Maßgeblich wird sein, welche Werte noch vorhanden sind und gesichert werden können. Für den Anleger ist es wichtig, seine Forderung im Insolvenzverfahren richtig anzumelden.

Daneben verfügt die INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut über eine Vermögensschadensversicherung. U.U. können geschädigte Anleger auf diesem Weg Ersatz Ihres Schadens erhalten. 

Daneben gibt es eine Reihe von weiteren Möglichkeiten. Letztlich wird es vom konkreten Einzelfall abhängen, welchen Weg der geschädigte Anleger beschreitet. Die Rechtsanwälte Boysen & Paetzelt stehen Ihnen hierfür gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.   

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