Höhe des Unterhalts

Die Höhe des zu leistenden Barunterhalts hängt vor allem vom aktuellen Einkommen des Unterhaltspflichtigen  und vom Alter beziehungsweise Unterhaltsbedarf des Kindes ab. Die Berechnung erfolgt in der Regel nach der sog. Düsseldorfer Tabelle, die durch Leitlinien des jeweils zuständigen Oberlandesgerichts ergänzt wird.

Der Barunterhalt ist vom Unterhaltspflichtigen  monatlich im Voraus zu zahlen. Der gesetzliche Mindestunterhalt ist an den steuerrechtlichen Existenzminimum gekoppelt. Von dem nach der Düsseldorfer Tabelle geschuldeten Unterhalt darf der barunterhaltspflichtige Elternteil die Hälfte des Kindergelds abziehen.

Wenn der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, keinen Barunterhalt leisten kann oder leistet, besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss durch das Jugendamt


Unterhalt

Unterhaltszahlungen sind notwendig , um  den Lebensunterhalt einer Person sicherzustellen . Die Voraussetzung hierfür ist immer, dass eine Person unterhaltsbedürftig und die andere leistungsfähig ist . Nur  besteht für letztere eine Unterhaltspflicht. Ob und inwieweit eine Unterhaltspflicht besteht, prüfen wir für Sie gern – natürlich setzen wir diesen auch für Sie durch. 


Unterhaltsansprüche finden sich  in verschiedenen Varianten:


Ehegattenunterhalt

Dieser wird wiederum in zwei Kategorien unterteilt: Beim sogenannten Trennungsunterhalt schulden die Eheleute noch vor der rechtskräftigen Scheidung, aber erst ab dem Getrenntleben einander Unterhalt. Nach einer rechtskräftigen Scheidung muss der Unterhaltspflichtige dann  den sog. nachehelichen Unterhalt zahlen. Ein im Jahr 2011 ergangenes  Urteil  des Bundesverfassungsgerichts brachte eine Änderung  im nachehelichen Unterhalt. Bis dahin bekam der geschiedene unterhaltsbedürftige Ehegatte so lang den vollen Unterhalt, bis der Unterhaltspflichtige neu heiratete. Die neue Ehe wurde finanziell berücksichtigt, mit der Folge, das der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten reduziert wurde. das Bundesverfassungsgericht  hat diese Vorgehensweise als verfassungswidrig verworfen. Der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten darf nicht mehr gekürzt werden.


                             Kindesunterhalt

Hierbei hat das Kind gegenüber seinen Eltern bzw. einem Elternteil einen Unterhaltsanspruch, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.