Zwangsversteigerung am Amtsgericht Erfurt und Weimar 


Sie wollen bei einer Zwangsversteigerung am Amtsgericht Erfurt  oder Weimar mitbieten und wissen nicht, was Sie beachten müssen?  Dann nehmen Sie doch einfach (für ein kleineres Honorar als Sie denken ) einen erfahrenen Rechtsanwalt  mit, der Ihnen zur Seite steht. Unser und damit auch Ihr  Vorteil ist es, dass wir nur 20 Meter Luftlinie bis zum Amtsgericht haben. Näher dran geht kaum noch . Lassen Sie sich nicht von gewerblichen Mitbietern austricksen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich pauschal von uns vorher beraten zu lassen, was  jeder dringend wissen sollte. 

Hier können Sie Kontakt mit uns aufnehmen 

Einige Tipps vorab: 

 Jeder Teilnehmer an einer Zwangsversteigerung muss sich ausweisen und eine Sicherheit in Höhe von zehn Prozent des Verkehrswerts hinterlegen. Dies geschieht regelmäßig mit einem bankbestätigten Scheck.

Der Versteigerungstermin gliedert sich stets in drei Teile . Im Ersten  erfolgen  Bekanntmachungen und Hinweise, insbesondere zum Grundstückswert und zum geringsten Gebot und zu den Versteigerungsbedingungen. Die Erläuterungen des Gerichts zum geringsten Gebot sind  wichtig.  Das geringste Gebot besteht aus den Verfahrenskosten und den Rechten, die der Erwerber übernehmen muss. Das Mindestgebot muss bei der Versteigerung  erreicht werden, sonst kann der Zuschlag nicht erteilt werden. Das geringste Gebot richtet sich nach dem die Zwangsversteigerung betreibenden bestrangigen Gläubiger. Alle diesem Gläubiger im Range vorgehenden Ansprüche bleiben bestehen und müssen vom Erwerber übernommen werden.

Im zweiten Teil  nimmt das Gericht mindestens 30 Minuten lang die Gebote der Interessenten entgegen. Im dritten und letzten Teil  verhandelt das Gericht über den Zuschlag an den Meistbietenden. Wird der Zuschlag durch das Gericht  versagt, weil  das Meistgebot einschließlich der nach den Versteigerungsbedingungen bestehen bleibenden Rechte die Hälfte des Verkehrswertes nicht erreicht, geht es weiter.  Wenn das Meistgebot einschließlich der bestehen bleibenden Rechte sieben Zehntel des Verkehrswertes nicht erreicht, kann ein Gläubiger die Versagung des Zuschlages beantragen, wenn seine Ansprüche durch das Meistgebot ganz oder teilweise nicht gedeckt sind. Beide Grenzen gelten jeweils so lange, bis das Gericht einmal den Zuschlag wegen Nichterreichens einer dieser Grenzen versagt hat. Wurden in einem Termin die fünf Zehntel oder die sieben Zehntel nicht erreicht und daher der Zuschlag versagt, gelten beide im nächsten Termin nicht mehr.

Hat der betreibende Gläubiger im ersten Termin die Einstellung des Verfahrens bewilligt oder wurde überhaupt kein Gebot abgegeben, gelten beide Grenzen auch noch im zweiten Termin, weil die Nichterteilung oder Versagung des Zuschlages nicht mit der Sieben-Zehntel oder Fünf-Zehntel-Grenze zusammenhängt. Auch wenn der betreibende Gläubiger die Einstellung des Verfahrens beantragt, wird der Zuschlag versagt. Dann beraumt das Gericht einen weiteren Versteigerungstermin an.

Oftmals  wird eine Immobilie erworben, um sie selbst zu bewohnen. Ist sie leer, stellen sich keine Schwierigkeiten . Bewohnt der frühere Eigentümer die Wohnung, so kann der Erwerber die Räumung mittels des Zuschlagbeschlusses herbeiführen. Dieser weist ihn nicht nur als neuen Eigentümer aus, sondern stellt für ihn auch einen Räumungstitel dar, mit dem er den Gerichtsvollzieher mit der Räumung beauftragen kann. Ist die Wohnung vermietet, muss der Erwerber sorgsam vorgehen. Der Erwerber kann das Mietverhältnis in der Regel wegen Eigenbedarfs kündigen. Ist der Mietvertrag zeitlich befristet, so muss die Kündigung unverzüglich, das heißt möglichst noch in dem Monat des Zuschlages oder in den ersten drei Werktagen des darauf folgenden Monats ausgesprochen werden, weil der Mieter sich ansonsten auf die Befristung berufen kann, die eine Eigenbedarfskündigung ausschließt.

Nicht selten  erscheint  es sinnvoll , dass derjenige im Rahmen der Versteigerung nicht in Erscheinung tritt, der die Immobilie tatsächlich erwerben will.  Bei- spielsweise weil er für den Fall seines Bietens mit einer  Gegenwehr eines Konkurrenten rechnet. In dieser Situation  wird gelegentlich ein Bevollmächtigter engagiert. Die ist  legal und vom Zwangsversteigerungsverfahren auch zugelassen. Es  ist möglich, weil der Meistbietende nicht automatisch der neue Eigentümer der Immobilie wird. Das Eigentum geht erst mit dem Zuschlag auf den Erwerber über. Der Zuschlag erfolgt erst nach Schluss der Bietungszeit und auch nicht immer noch am gleichen Tag. Es gibt zwei Möglichkeiten des für den am Erwerb Interessierten, zunächst im Hintergrund  zu bleiben und doch den Zuschlag zu erhalten. Zum einen kann der Meistbietende seine Rechte aus dem Meistgebot an einen Dritten abtreten, der sodann an seiner Stelle den Zuschlag erhält. Der Meistbietende kann aber auch von vornherein in verdeckter Stellvertretung für einen Dritten bieten und dann bei der Verhandlung über den Zuschlag das Vertretungsverhältnis in notarieller Form nachweisen. Der Erwerber kann also, wenn er sich mit dem  Bevollmächtigter   einig ist, bis zu dem Zeitpunkt, in dem das Meistgebot feststeht, im Hintergrund bleiben. Es muss dann allerdings einkalkuliert werden, dass die Grunderwerbsteuer doppelt anfällt, nämlich sowohl für den Meistbietenden als auch denjenigen, der den Zuschlag erhält.